Mittwoch, 5. Januar 2011

Gott macht Pause

Heute war in meinem Bibelleseplan 1. Mose 1,24 - 2,4 an der Reihe. Obwohl ich diese Verse schon oft gelesen habe, hat es mich diesmal regelrecht gerührt zu entdecken, dass Gott ausruhte. Gott chillt. Den Kindern im Kindergottesdienst erzählen wir immer, dass Gott jederzeit ansprechbar ist, dass er nie Pause macht. Aber an diesem einen Tag hat er sich ausgeruht. Wie mag eine solche Ruhe Gottes aussehen? Hat er sich gemütlich auf dem Sofa zurückgelehnt, die Beine hoch gelegt und wohlig geseufzt? Hat er sich ein Tässchen Tee gekocht, ein paar Schnittchen, Obst, Kekse oder etwas anderes Leckeres zurechtgemacht und genießt es in vollen Zügen? Mit Sicherheit lässt er sich nicht von Fernseh oder Ähnlichem "zutexten", sondern er lässt all das Wunderbare, das er geschaffen hat, auf sich wirken. Er lächelt, als er den Sonnenaufgang sieht, er schmunzelt, als er den Albatros bei der Landung beobachtet und wahrscheinlich hat er ein zufrieden schnurrendes Kätzchen auf dem Schoß sitzen. Keine Spur von Eile. Absoluter Friede. Gott ist glücklich. Glücklich über alles, was er geschaffen hat. Er sieht die Menschen, wie sie sich neugierig im Garten Eden umschauen, den Tieren und Pflanzen Namen geben, sich aneinander freuen und voller Neugier und Ideen stecken. Genau so hat er es sich vorgestellt. Und weil alles, was Gott schuf, gut ist, ist auch der Ruhetag, den er ebenfalls erschaffen hat, gut. Gut für uns und gut für alle und alles um uns herum.

Und wir selbst? Können wir das, wirklich: ausruhen? Chillen? Die Seele baumeln lassen? Ich jedenfalls möchte ganz neu darüber nachdenken, was mein Schöpfer sich dabei gedacht hat, als er diesen Tag der Ruhe schuf. Danke, Herr, dass du uns ins "Land der Ruhe" führen kannst, ganz neu, ganz anders, ganz überraschend anders.