Donnerstag, 3. Februar 2011

Licht der Welt?

Gerade bereite ich einen Kindergottesdienst vor zu dem Bibelvers aus Johannes 8 Vers 12: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, braucht nicht im Dunkeln umherzuirren, denn er wird das Licht haben, das zum Leben führt.“
Dabei fällt mir auf, dass wir wohl manchmal gar nicht hinhören, was Jesus sagt. Er spricht davon, dass er das Licht der Welt ist. Weihnachten ist noch nicht so lange her und in dieser Zeit freuen wir uns unbändig darüber, dass Jesus als Licht in die Welt gekommen ist – gerade in der dunklen Jahreszeit ist das sehr eindrücklich und gut vorstellbar. Aber wie sieht es jetzt, ein paar Wochen nach Weihnachten aus mit dem Licht? Stehen wir noch im Licht oder versuchen wir, mit unseren guten Vorsätzen selbst zu leuchten? Ich stelle mir das vor wie bei einem Einweg-Feuerzeug. Das brennt eine ganze Weile, immer wieder kann man es zum Leuchten bringen, es kann sogar andere anzünden. Aber das geht nur so lange, bis die Energie verbraucht ist. Und genauso ist es oft mit uns: Am Jahresanfang sind wir voll mit Ideen und Vorsätzen für das neue Jahr – wenn aber der Alltag uns einholt, wenn die Power nachlässt, dann verpufft das alles wieder.
Wo wohl unser Fehler liegt? Wir hören nicht genau hin, was Jesus sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ Wenn wir uns einmal von Jesus anzünden lassen, aber dann versuchen, mit eigener Kraft weiterzukommen, brennen wir aus, im wahrsten Sinne des Wortes. Dann wird Glaube anstrengend, frustrierend. Aber es gibt eine tolle Nachricht: Jesus ist das Licht! Er hat es bereits hell gemacht in unserem Leben. Wir brauchen uns nur diesem Licht aussetzen – alles andere macht Jesus. Und dann kann auch passieren, was in Matthäus 5 Vers 14 steht: „Ihr seid das Licht der Welt …“ Einfach so.