Mittwoch, 2. März 2011

Aufgepfropft

Bis vor zwei Jahren hatten wir einen Nachbarn, der seinen Garten liebevoll pflegte und sich im Laufe seines Rentnerdaseins auch erweiterte Gärtner-Kenntnisse zugelegt hat. So hat er Hecken-Ableger gezüchtet und unter anderem auch damit experimentiert, Obstbäume durch Aufpfropfen anderer Sorten zu veredeln. Eines Tages zeigte er mir mal so einen aufgepfropften Zweig. Ein junger Apfelbaum der Sorte A wurde an einem besonders gesunden Zweig tief eingeschnitten, ein Zweig der Sorte B wurde dort hineingesteckt und „verbunden“. Mich hat das fasziniert, vor allem im Bezug auf eine Bibelstelle: (Römer 11, 16-18) „Da Abraham und die anderen Stammväter heilig waren, werden auch ihre Nachkommen heilig sein. Denn wenn die Wurzel des Ölbaums heilig ist, dann werden es auch die Zweige sein. Doch einige dieser Zweige - damit sind die Juden gemeint - wurden herausgebrochen, und du, der Zweig eines wilden Ölbaums, wurdest eingepfropft. Nun erhältst du ebenfalls Kraft aus der Wurzel des Ölbaums und nährst dich von seinem Saft. Doch sei nicht stolz darauf, dass du an Stelle der herausgebrochenen Zweige eingepfropft wurdest! Vergiss nicht, dass du nur ein Zweig bist und nicht die Wurzel, denn nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.“
Gott schneidet sich „ins eigene Fleisch“, indem er Platz für uns, die wir ursprünglich nicht zu seinen Auserwählten gehörten, macht. Völlig unverdient. Und dann geschieht das Wunder: Der eingepfropfte Zweig wächst an und darf aus der gleichen Wurzel Nahrung beziehen, wie die anderen. Einer heiligen Wurzel. Gott hat uns veredelt. Aufpassen sollten wir, dass wir nicht stolz und hochmütig werden, sondern uns immer wieder bewusst machen, dass wir aus der Wurzel leben. Ich finde, Gott hat geniale Beispiele, um uns seine Gedanken mitzuteilen!
Da bleibt uns nur, ihn anzubeten. Z.B. hiermit: Youtube-Video Hillsong