Freitag, 24. Juni 2011

Da kann man nur staunen

Heute habe ich fast den ganzen Tag in einem großen Vogelpark verbracht. Es war ein wunderschöner Tag. Und ich konnte wieder ganz neu staunen über meinen Gott und Herrn, der auch all diese wunderschönen Tiere erschaffen hat. Die tollsten Farben und Gefieder waren dabei. Die ulkigsten Körperbauten. Die lustigsten Stimmen und Geräusche. Ich habe gestaunt, gelacht, versucht zu kommunizieren ;-), mich gefreut. Manchmal sorgt Unscheinbares auch für Überraschungen. So hat z.B. der Graupapagei eine wunderschöne Färbung unter den Flügeln versteckt. Und was Pelikane so alles in ihren elastischen Schnabel stecken können! Am Ende dieses Tages bin ich voller Dankbarkeit und Lob. Und nun kann ich voll Freude in den Psalm 104 mit einstimmen, den ich heute Morgen schon bei einer Andacht hörte: Lobe den Herrn, meine Seele!

Freitag, 17. Juni 2011

Freundliche Übernahme

„If Jesus is not Lord of all he is not Lord at all“ – Wenn Jesus nicht in allem der Herr ist, ist er im Grunde überhaupt nicht Herr. Dieser Satz hängt schon seit über einem Jahr an meiner Pinnwand. Und gestern, beim Bibellesen, wurde es mir mal wieder bewusst: Ist es nicht so, dass Jesus häufig nur so eine Art schöne Deko in meinem Leben ist? Oft bete ich „Hilf mir in dieser Situation“, „Gib mir Kraft für jene Herausforderung“ – aber im Grunde lebe ich doch häufig mein Leben, wie ich es für richtig halte. Klar, ich versuche, möglichst täglich in der Bibel zu lesen, zu beten. Ich besuche einigermaßen regelmäßig die Gemeindeveranstaltungen und arbeite an mehreren Stellen mit. Nur: Ist das allein schon ein Indikator dafür, dass alles so läuft, wie es laufen sollte? Was ist mit Themen wie Zukunftsgestaltung oder das heiße Eisen Geld?
Natürlich habe ich mich auch gefragt, woran es liegt, dass Gott nur punktuell bei mir der „Bestimmer“ sein darf. Ich denke, es liegt daran, dass irgendwo tief in mir Angst schlummert. Angst, dass Gott es vielleicht doch nicht gut mit mir meint. Angst, dass er mich Wege führen könnte, die ich so gar nicht wollte.
Vielleicht ist da ganz tief innen drin so eine Art Stachel, der mir immer wieder einreden will, dass es sehr, sehr riskant ist, Gott zu vertrauen.
Und was lernen wir aus der Bibel? Gott ist ein liebender Vater, der sich vor Sehnsucht nach seinen Kindern verzehrt. Und sein sehnlichster Wunsch ist, dass wir ihm vertrauen.
Herr, ich bitte dich, dass du mir den Stachel des Misstrauens ziehst und ich loslassen kann. Loslassen und mich von dir führen lassen, in allem. Weil das, was du für mich bereit hältst, so viel besser ist, als alles, was ich je erlebt habe. Danke, dass ein Leben mit dir keine feindliche Invasion bedeutet, sondern eine absolut und vollkommen freundliche, liebevolle, fürsorgliche Übernahme des Steuers in meinem Leben. Amen.