Montag, 29. August 2011

Türen



Heute habe ich eine Tür zum letzten Mal zugeschlossen: die Tür des Buchladens, meinem Arbeitsplatz im letzten Dreivierteljahr. Ganz unverhofft hatte sich diese Tür im letzten Herbst nach über zwei Jahren Pause erneut für mich aufgetan. Heute habe ich sie freiwillig wieder geschlossen. Denn: Eine neue Tür hat sich aufgetan. Noch diese Woche starte ich beruflich in neues Fahrwasser. Gott hat mir eine Tür aufgemacht und ich bin sehr gespannt, was sich dahinter verbirgt!
Jesus bezeichnet sich selbst als die Tür: „Ich allein bin die Tür. Wer durch mich zu meiner Herde kommt, der wird gerettet werden. Er kann durch diese Tür ein- und ausgehen, und er wird saftig grüne Weiden finden." (Johannes 10,9).
Weil ich das weiß, gehe ich mutig durch diese neue Tür. Jesus ist schon da und ich freue mich auf das saftig grüne Weideland voller neuer Erkenntnisse, netter Kollegen und überraschender Entdeckungen.




Mittwoch, 17. August 2011

In der Schule bei einem Team junger Leute

In den letzten beiden Wochen hatten wir in unsrer Tochtergemeinde ein Team von Reach Hessen (Teens in Mission) zu Gast. Sie haben eine Jugendevangelisation durchgeführt. Ich war im Vorfeld für die Organisation verantwortlich und während der Zeit in der Gemeinde Ansprechpartner vor Ort.

Reich beschenkt bin ich heute nach dem Abschied von den letzten vier der 10-köpfigen Truppe zu Hause angekommen.

Was man von einem Team junger Leute, die Feuer und Flamme für Jesus sind, lernen kann:

• Beten, beten, beten. Es ist das A und O bei unsrer Arbeit für Gott, in völliger Abhängigkeit zu ihm zu stehen. Es hat mich begeistert, mit wie viel Freude und Hingabe dieses Team immer wieder vor Gott gekommen ist. Und es macht mir Mut, mich wieder neu ganz in die Abhängigkeit zu Gott zu begeben.
• Musik: Wir hatten für ein musikalisches Team gebetet und wir bekamen mehr als das: Ein Lobpreisteam vom Feinsten. Ob Sänger oder Klavierspieler, ob Percussion- oder Gitarrenspieler – bei jedem einzelnen merkte man, dass sie „Heiligen Lärm“, Musik zur Ehre Gottes machten.
• Zeugnisse: Authentisch, voller Tiefgang und ohne irgendwie auf Sensation aus zu sein, erzählten einige der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihre Erlebnisse mit Gott. Besonders berührt hat mich das Zeugnis eines jungen Mannes mit einer ziemlich heftigen Lebensgeschichte. Gott kann Wunder tun – er kann kaputtes Leben vollkommen heil machen.
• Ein Herz für die Verlorenen: Kommen die, die Jesus noch nicht kennen, nicht zu uns, na – dann gehen wir einfach zu ihnen! Genau so muss Evangelisation aussehen. Bis spät in die Nacht hinein fanden Gespräche mit Menschen statt, die nie auf die Idee kommen würden, eine Kirche zu betreten. Dabei waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ich weiß jetzt, dass man aus einem netten Gespräch in einem Dönerladen, den üblichen Zutaten, einem Raclette-Grill und einem Waffeleisen leckeren Döner machen kann.
• Fremde werden Freunde: Vom ersten Augenblick an erlebten wir das Wunder, dass die Gemeinde und das Team eine geistliche Einheit waren. Ob im Lobpreis oder im Gebet, aber auch in ganz alltäglichen Organisationsfragen oder beim Essen – es war, als würden wir uns schon lange kennen und wir lebten wie in einer großen Familie. Das ist Gemeinde Jesu. Wunderschön.
Nothing is impossible

Bestimmt könnte ich noch viel mehr schreiben, aber dies soll mal genügen für heute.

Am liebsten hätte ich das Team hier behalten, den einen oder die andere gerne adoptiert. Aber wie es mit den leiblichen Kindern ist, so muss man auch die „geistlichen Kinder“ irgendwann wieder ziehen lassen und Gottes Fürsorge anbefehlen. Ich bin Gott dankbar für diese wertvollen jungen Menschen und die Zeit, die ich mit ihnen verbringen durfte.