Donnerstag, 8. September 2011

Vor der Fußwaschung

Seit ein paar Tagen versuche ich, den Text von der Fußwaschung (Johannes 13, Vers 1-17) zu lesen, komme aber über die ersten Verse nicht hinaus. Zuerst blieb ich an Vers 1 b hängen: „Nun bewies er seinen Jünger das ganze Ausmaß seiner Liebe.“ Mehr brauchte ich an diesem Tag nicht. Mir ging das Herz auf bei dem Gedanken, wie sehr Jesus uns liebt. Genial, bombastisch, einfach unvorstellbar schön! Es tut unendlich gut, zu erahnen, wie sehr Jesus uns liebt. Diese Liebe kann alle menschlichen Sehnsüchte stillen. Sie macht heil, sie befreit aus Gefangenschaft. Sie sprengt die Ketten des Bösen und der Vergangenheit. Das macht mich sehr, sehr dankbar, es geht über alles Denken und Begreifen hinaus.

„Du tust dem Innern meiner Seele gut und du tust, was Balsam auf den Wunden tut. Und du suchst mich, wenn ich mich in mir verlier.“ (aus dem Lied „Du tust“ von Tobias Wörner).

Als ich heute im Johannes-Text weiterlas, blieb ich gleich am übernächsten Vers wieder hängen: „Jesus aber wusste, dass der Vater ihm uneingeschränkte Macht über alles gegeben hatte …“ (Johanes 13, Vers 3 a). Da frage ich mich doch: Was gibt es mit einem solchen Vers noch für einen Grund, sich Sorgen zu machen oder Zweifel aufkommen zu lassen? Warum bin ich in manchen Dingen so zögerlich und ängstlich? Mit diesem Wissen können wir ziemlich mutig vorangehen – auf den Wegen, die Jesus uns schon vorbereitet hat. Das haut einen doch echt vom Hocker, oder? „Uneingeschränkte Macht über alles …“. Es gibt also nichts und niemanden auf dieser Erde, ja, im ganzen Kosmos, über das Jesus keine Macht hat! Man kann es nicht oft genug sagen:
Nothing is impossible!