Donnerstag, 26. April 2012

Post von Jesus!

"Sie haben Post!" - Das ist der Satz, der Meg Ryan und Tom Hanks jeden Tag aufs Neue entzückt, wenn sie im Film "E-Mail für dich" ihren Computer hochfahren. Wunderschöne, romantische Nachrichten, die sich die Buchhändlerin und der Konzernchef schreiben ... Auch Jesus hat uns mit seinem Wort jede Menge wundervolle Briefe geschrieben. Sie drücken aus, wie sehr er uns liebt, sie erklären uns, was er für uns getan hat. Und manchmal ermahnen sie uns. Ganz am Schluss der Bibel, in der Offenbarung, gibt es gleich sieben Briefe hintereinander - die Sendschreiben. In den letzten beiden Wochen habe ich diese Briefe gelesen und bin darüber ins Nachdenken gekommen. Lasse ich mich, lassen wir als Gemeinde uns von Jesus auch mal infrage stellen?

Das ist mir aufgefallen bei den sieben Briefen, die Jesus an unterschiedliche Gemeinden schreibt (Offenbarung 2 + 3):

  • 1. "Ich habe gegen dich, dass ihr mich und euch nicht mehr so liebt wie am Anfang." Ob das auch auf meine Gemeinde zutrifft? Wie ist es mit der Liebe zu Jesus und untereinander im Moment bei uns? Ausbaufähig, würde ich sagen ... "Wenn du dich nicht änderst, werde ich kommen und deinen Leuchter von seinem Platz unter den Gemeinden wegnehmen." - Das ist hart. Wir haben einen guten Ruf zu verlieren. Herr, hilf uns, zurückzukommen zu der herzlichen Liebe, die uns verloren zu gehen scheint.
  • 2. Hier ist die Rede von Leiden. Einigen Christen, die ich kenne, wird tatsächlich ziemlich übel mitgespielt. X. hat viele Anfechtungen. Y + Z geht es - bei allem, was vielleicht auch aufgebauscht oder hausgemacht ist - nicht gut, weil sie einen Schlag nach dem anderen einzustecken haben. Und Jesus sagt dazu: "Ich weiß von deinen Leiden und deiner Armut - aber du bist reich!" Gut, wenn man sich ab und zu seine Sicht der Dinge vor Augen hält.
  • 3. Manches, was wir in der Gemeinde dulden, belastet uns. Laut dem dritten Sendschreiben sollen wir ganz messerscharf anhand der Bibel prüfen, ob das alles so gut ist.
  • 4. Hier geht es um Irrlehren, Unzucht usw. Tröstlich ist, dass Jesus von denen, die da nicht mitmachen, nichts weiter verlangt, als durchzuhalten.
  • 5. "Du hast den Ruf, lebendig zu sein, aber du bist tot." Ein hammerhartes Urteil! Auch wir haben als Gemeinde den Ruf, dass wir lebendig sind. Wie sieht Gottes Urteil über uns aus? Leben wir von dem guten Ruf oder sind wir wirklich noch an dir, der Quelle, dran, damit wir sprudeln können für andere?
  • 6. Jesus hat eine Tür für uns geöffnet - das passt zu einem Bild, das ich vor kurzem hatte. Eine Tür, hinter der es sehr dunkel ist, aber durch die wir als Gemeinde an der Hand von Jesus gehen sollen. Jesus geht mit uns.  Herr, hilf uns, deine Vision für unsre Gemeinde zu leben!
  • 7. Weder heiß noch kalt. Satt und zufrieden, bewegungslos. Vielleicht sind wir auch das ein stückweit. Und was rät Jesus uns? Wir sollen shoppen gehen! Gold bei ihm kaufen.Weiße Kleider. Augensalbe. "Bleibe nicht gleichgültig, sondern kehre um."
Herr, sicher hast du noch mehr Punkte, die du gerne mal ansprechen würdest bei uns. Hilf uns, als Gemeinde nicht vor dir wegzulaufen, uns im Status quo einzurichten. Hilf uns, aufzuwachen, uns von dir korrigieren zu lassen. Mach unser Herz wieder heiß und brennend für dich.