Donnerstag, 27. November 2014

Herzrhythmusstörungen


Es gibt Organe im menschlichen Organismus, auf die man notfalls verzichten und trotzdem gut weiterleben kann: die Galle, der Blinddarm, Schilddrüse - und andere mehr. Und dann gibt es lebensnotwendige Organe. Dazu gehört das Herz. Ohne unser Herz sind wir tot. Keine Blutzirkulation, keine Versorgung der anderen Organe - wenn das Herz nicht mehr schlägt oder nur eingeschränkt funktioniert, ist der ganze Mensch krank und nicht mehr leistungsfähig. Es gibt lebensbedrohliche Herzerkrankungen. Und es gibt Herzfehler, mit denen man weiterleben kann, wenn man sich an die Tipps des Arztes hält.

Viele Menschen haben Herzrhythmusstörungen. Der regelmäßige Takt des Herzens kommt dann durcheinander. Ursachen gibt es dafür viele.

In letzter Zeit bin ich einigen Menschen mit Herzproblemen begegnet und ich habe mich gefragt, ob man auch "geistliche Herzrhythmusstörungen" haben kann. Und ich denke: ja, kann man.

Als Herz bezeichnen wir häufig ja auch unser Empfinden, unsere Emotionen, unser Mitgefühl für andere. Der Glaube an Jesus Christus bringt uns ganz nah an Gottes Herz. Dieser nimmt unser Herz quasi in seine Hände, heilt, was kaputt ist, geht sehr pfleglich mit unseren Gefühlen und unserer Verletzlichkeit um. Je besser wir Gott, den himmlischen Vater, kennen lernen, desto mehr beginnt unser Herz in seinem Rhythmus zu schlagen. Aber manchmal gerät unser Herz aus dem Takt. Menschen verletzen uns, wir reden uns seltsame Dinge ein, haben Probleme mit der Selbstachtung und anderes mehr. Da kommt unser geistliches Herz schon mal außer Takt.

Wenn wir dann Jesus, den Arzt nicht ran lassen an unser Herz, uns wieder in Einklang mit seinem Herzen bringen lassen, wird auch unser geistliches Herz dauerhaft geschädigt. Und wenn in einer Gemeinde viele Mitglieder über lange Zeit an einer solchen Herzkrankheit leiden, kann die ganze Gemeinde an Herzrhythmusstörungen leiden.

In Sprüche 4,23 steht: "Vor allem aber behüte dein Herz, denn dein Herz beeinflusst dein ganzes Leben."
 
Wie kann ich gut für mein Herz sorgen? Verletzungen nicht einschließen, sondern damit zu Jesus gehen. Ängste zum ihm ans Kreuz bringen. Mich in seiner Nähe aufhalten, damit sich mein Herzschlag immer wieder seinem angleicht. Bei Jesus ausruhen, mich von ihm in die Arme nehmen lassen. Zuhören, was er sagt. Ihn bitten, mir Menschen und Situationen in seinem Licht zu zeigen.
 
Danke Jesus, dass dir an meiner Herzgesundheit gelegen ist. Danke, dass du mich immer wieder nah an dein Herz ziehst. Danke, dass dein  Herz durch und durch gesund, fest und stark ist. Sei du - immer wieder neu - mein Herzschrittmacher. Amen.