Dienstag, 22. Dezember 2015

Die Deutschen und ihre Weihnachtsdeko

Wenn man zurzeit abends so "um die Häuser zieht" entdeckt man sie: Weihnachtsdeko hinter (fast) allen Fenstern. Mal kitschig bunt, mal ganz dezent, mal verspielt, mal nostalgisch, selbstgebastelt, teuer erstanden ... Es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Und ich finde das ................................................................ richtig klasse!

Warum? Weil ich mich darüber freue, dass hinter jeder Wohnung Menschen mit ihrem ganz eigenen Stil stecken. Die einen zurückhaltend, vorsichtig, zart, andere draufgängerisch, wild, kreativ oder chaotisch. Cool, oder?

Und es zeigt, dass Weihnachten doch mehr Menschen noch etwas bedeutet, als immer behauptet wird. Jawoll!









Jedes Jahr - und je älter ich werde umso mehr - genieße ich diese Zeit mit Lichtern, Weihnachtsmärkten, Adventsmusik und allem, was dazu gehört. Und freue mich auf das Fest, an dem mein Mann und ich feiern, dass es da einen Gott gibt, der seinen eigenen Sohn in diese manchmal ganz schön beängstigende Welt als winzig kleines Kind geschickt hat. Darum vertraue ich ihm, denn er weiß ganz genau, wie sich Menschsein anfühlt. Und darum glaube ich ihm auch in so ziemlich allem, was man in der Bibel über Gottes Plan mit den Menschen nachlesen kann.

Es kann wieder Weihnachten werden, ich bin so weit.

Montag, 31. August 2015

Wachsen und reifen

Es ist "Reifezeit": Überall wird jetzt das spätsommerliche Obst und Gemüse reif. Es ist allen möglichen Witterungsverhältnissen ausgesetzt: Extreme Hitze, Wind, Unwetter, kühle Nächte. Würde man den Apfel, die Weintraube, den Kürbis fragen, welche Witterung er sich wünscht, wäre die Antwort evtl., dass immer angenehme 25 Grad sein sollen. Aber Gott hat es so eingerichtet, dass die Früchte das nicht im Griff haben, sondern den Witterungen sozusagen schutzlos ausgesetzt sind. Und doch sorgt der Schöpfer dafür, dass sie genau die richtige Dosis an Sonne, Wind und Regen abbekommen, dass der Boden die richtigen Nährstoffe zur Verfügung stellt. Es nützt dem frechen Früchtchen auch nichts, wenn es sich nach dem Frühling zurück sehnt - zu dem Zeitpunkt waren die Bedürfnisse ganz andere!

Heute begegnete mir ein interessanter Spruch: "Leben bedeutet nicht, zurückzuschauen und sich zu wünschen, heute wäre alles wieder so wie in der Vergangenheit. Im Leben geht es darum, weiterzuziehen, Veränderungen anzunehmen und sich auf das zu freuen, was einen stärker, vollständiger macht - denn es ist niemals zu spät, endlich wirklich zu leben bzw. ein Leben zu verändern." (sinngemäß aus dem engl. übersetzt, Autor unbekannt).

Ein anderer Spruch, der mir gestern begegnete, ist ein Bibelvers: "Habe deine Lust am Herrn, der wird dir geben, was dein Herz wünschet." (Psalm 37,4) Was wünscht denn mein Herz? Die Sehnsucht in meinem Herzen ist vielleicht eine ganz andere als das, was in meinen Gedanken Priorität hat. Gott kennt mein Herz und er weiß ganz genau, was ich brauche, um wachsen und gedeihen zu können. Und das können im beginnenden Herbst des Lebens ganz, ganz andere Bedingungen sein, als in der "frühlingshaften" Jugend.



Danke, Vater, dass du mein Herz kennst und ich dir darum bedingungslos vertrauen kann. Du weißt, was ich brauche und gibst mir das von Herzen gern. Du schaffst optimale Wachstumsbedingungen für mich. Danke dafür. Amen.

Montag, 20. Juli 2015

Have a nice day

Have a nice day - so heißt es seit heute an der Wand über unsrer Essecke. Hab einen schönen Tag.



Ein locker daher gesagter Spruch, eine schöne Tasse Kaffee, Cappuccino, Latte Macchiato, ein leckeres Croissant - und schon wird es ein wundervoller Tag. Oder?

Was aber ist mit den Tagen, an denen ich mit dem falschen Fuß zuerst aufgestanden bin. Diese Wochen, die völlig lustlos dahin plätschern. Diese Monate, in denen ich mich fühle wie im Hamsterrad. Oder diese Wochenenden, an denen man sich total einsam und vergessen fühlt ...

Was sind die Zutaten für gelungene 24 Stunden? Habe ich es in der Hand, ob ich am Ende eines Tages zufrieden zurückblicken kann oder frustriert in den Sessel falle?

Ein bisschen schon, denke ich. So fängt für mich ein guter (Wochen-)Tag damit an, dass ich zu einer festen Zeit aufstehe, eine kleine Sporteinheit mache und mir dann Zeit in Gottes Nähe gönne. Das ist für mich keine religiöse Pflichtübung, sondern eine Zeit, in der ich meine Gedanken vor meinem himmlischen Vater ausbreite, indem ich schriftlich bete. In dem Zusammenhang lese ich auch meistens einen Text aus der Bibel - mal spricht mich das, was ich lese, direkt an, ein anderes Mal nehme ich den Text einfach in mich auf.

Je nachdem, ob ich an dem Tag noch arbeiten muss oder nicht, frühstücke und dusche ich dann gemütlich oder eben etwas zügiger. Tage, die nicht durch den gefüllten Terminkalender im Job ihre Struktur haben, plane ich gerne ein wenig durch. So nehme ich mir für freie Tage z.B. ein oder zwei Dinge vor, die erledigt werden müssen, lasse aber auch Freiraum für Dinge, die ich gern tue. Aber ich merke, eine gewisse Struktur tut mir einfach gut. Im Urlaub ist das natürlich was anderes - ab und zu ist es auch wohltuend, einfach in den Tag hineinzuleben!

"Eine  schönen Tag noch" wünsche ich aber auch den Menschen, denen ich an der Kasse ihre Ware in die Hand drücke oder der Verkäuferin im Supermarkt, wenn ich selbst meine Einkäufe erledige. Es ist schön, hier und da ein Lächeln zu ernten, gerade auch, wenn ich diese Grußformel mal etwas anders formuliere.

Es braucht nicht viele Zutaten für einen guten Tag, aber ein wenig Struktur, ein bisschen Freundlichkeit, ein kleiner Freiraum, den ich mir gönne, macht oft den Unterschied.

Und was ist mit diesen Tagen, die mir völlig entgleiten, weil andere Menschen, Umstände oder was auch immer mir die Planung durcheinanderwirbeln? Die gibt es auch, häufiger als uns lieb ist. Und dann brauche ich diese Sekundengebete oder auch "Toiletten-Pausen", in denen ich zu Jesus spurte und ihn bitte, mir jetzt da durch zu helfen. Das ist wie einmal tief durchatmen, mitten im Chaos. Bei demjenigen, der Stürme gestillt, Hungrige satt gemacht hat. Und das tut er auch heute noch: den Sturm in meinem Inneren stillen, meine hungrige Seele sättigen, meinen Mangel an Liebe, Anerkennung, Aufmerksamkeit ausfüllen.

Und hier schließt sich der Kreis: Wenn es mir eine lieb gewonnene Gewohnheit geworden ist, regelmäßig die Nähe meines Schöpfers zu suchen, werde ich immer wieder daran erinnert, wie er mich sieht, was er mir schenkt. Und dann komme ich vermutlich an Tagen, die nicht so hitverdächtig sind, relativ schnell auf den Gedanken, ihn um Hilfe zu bitten.

In diesem Sinne: Have a nice day!

Montag, 8. Juni 2015

Und ... Abflug!


Dieses kleine Flugzeug ist in Startpostition bzw. beginnt gerade, loszurollen auf der Startbahn eines kleinen Freizeitflugplatzes. Das ist schon mal gut, sich auf die Startposition zu begeben, um abzufliegen. Im Leben ist das auch oft so: Da wird es Zeit, mal wieder abzuheben, sich aufzumachen zu neuen Wegen, neuen Erfahrungen. Wir bereiten alles vor, durchdenken alles, überprüfen vorher nochmal, ob alles funktioniert.

Aber dann ist irgendwann auch der Moment gekommen, wo man starten muss. Alle Theorie nützt nichts, wenn ich mich in die Luft erheben, eine neue Perspektive gewinnen, etwas Neues entdecken will. Ich muss loslassen, durchstarten und zulassen, dass sich die Räder meines Fliegers vom sicheren Boden abheben.


Die Erfahrungen, ob das, was ich in der Theorie weiß, nämlich z.B., dass Gott die neuen Wege vorbereitet hat, kann ich nicht machen, wenn ich ängstlich am Boden bleibe. Alle Sicherheiten, alle Erfahrungen, alles Gewohnte hinter mir lassen und "up in the air" - dort erst zeigt sich, ob die Theorie auch praxistauglich ist!

Mein Loslassen, Neustarten, Aufbrechen ist zurzeit ein Umzug in eine andere Stadt, in ein anderes Bundesland. Im Moment bin ich an dem Punkt, wie dieses kleine Flugzeug oben auf dem Bild: Die Räder sind schon ein wenig vom Boden abgehoben, der Startprozess ist eingeleitet. Ich bin gespannt, wie der Flug wird und ob die Landung glückt. Gott ist schon da, theoretisch. Und ich lasse mich überraschen, was er schon alles vorbereitet hat.

Und du? Wohin geht dein Flug im Moment? Oder hast du zwar alles Mögliche durchkalkuliert, stehst schon auf Startposition und traust dich nicht, loszurollen?

Denn er schickt seine Engel für dich aus, um dich zu beschützen, wohin du auch gehst.
Sie werden dich auf Händen tragen, dass dein Fuß sich an keinem Stein stößt. (Psalm 91,11+12)

Donnerstag, 1. Januar 2015

Willkommen, du geheimnisvoller Unbekannter!

Ja, du bist gemeint: Jahreswechsel zu 2015! Vor ein paar Stunden bist du uns zugefallen und nun liegt ein niegel-nagel-neues Jahr vor uns. Welch Geschenk!

Vorsichtig zupfe ich an der Verpackung: Geschenkpapier knistert - die Spannung steigt. Mit zitternden Fingern ziehe ich die dicke rote Schleife auf. Zuerst will ich das Papier ganz vorsichtig öffnen, so, wie früher meine Oma. "Reiß das Papier nicht so auf, das kann man noch mal wieder verwenden!" Aber dann denke ich: "Ach, egal, ich will jetzt wissen, was drin ist!" Ratsch, habe ich die eine Seite geöffnet. Ein bunter Karton ist zu erkennen. Ruck-zuck ist auch der Rest des Papiers weg. Ich schüttle den Karton, es klappert und raschelt. Von allen Seiten betrachte ich ihn und lese auf einer Seite in großen handgeschriebenen Buchstaben: JANUAR. - Stopp, da steht noch mehr!

Mein liebes Kind, ja, da ist es, das neue Jahr 2015. Liebevoll habe ich es für dich verpackt. Du darfst gespannt sein: Ich habe so viele tolle Momente reingepackt! Ich wünsche mir, dass du jeden einzelnen Tag, jeden einzelnen Monat, ja, jeden Moment ganz bewusst erlebst und genießen kannst. 

Daher ist das neue Jahr so eine Art "Karton-im-Karton-Geschenk". Jetzt ist erstmal der Januar dran. Lass dir Zeit mit dem Auspacken. Jeder einzelne Tag ist ein Geschenk von mir an dich. Liebevoll einzeln und speziell für dich ausgewählt und handverlesen. Erst wenn du mit dem Januar fertig bist, musst du dich um den Februar kümmern. Wenn du weiter voraus planen musst, werde ich dir das im richtigen Moment mitteilen. Lass dich von mir einfach einen Schritt nach dem anderen führen. Sei gewiss, ich werde jede Sekunde dabei sein und mich daran freuen, wenn deine Augen beim Auspacken der nächsten Überraschung leuchten oder du morgens aufwachst und gespannt und ganz zappelig bist, wie die nächsten Stunden verlaufen werden. 

Weißt du, diese ganzen Geschenke habe ich auch deshalb für dich vorbereitet, damit du mit mir in Kontakt bleibst und jeden Tag spürst, wie lieb ich dich habe. Ich freue mich schon auf die Momente, wo auch du es vor Sehnsucht nach mir nicht aushalten kannst und dir Zeit nimmst für das Gespräch mit mir oder einfach nur das Sein vor mir. Das sind die Geschenke, die du mir machst und ich freue mich wie ein kleines Kind auf die Gemeinschaft mit dir.

Du wirst manchmal auch Geschenke auspacken, mit denen du im ersten Moment nichts anfangen kannst oder die dich erschrecken. Mein Tipp: Gerate nicht in Panik, sondern stell sie einfach eine Weile ins Regal, wenn du nichts damit anfangen kann. Sei gewiss: Alles was ich dir schenke, ist gut. Vertraue mir. Ok?

Nun wünsche ich dir ganz viel Vorfreude auf ein spannendes, interessantes, lehrreiches Jahr 2015 in meiner Nähe. Dein himmlischer Vater.

Juchhu! Ein ganzes Jahr voller Geschenke 365 Stück - mindestens :-). Ich freu mich drauf, Daddy im Himmel. Voll Vertrauen beginne ich, den Januar auszupacken, Stück für Stück.

(c) Alexandra H./pixelio.de