Montag, 31. August 2015

Wachsen und reifen

Es ist "Reifezeit": Überall wird jetzt das spätsommerliche Obst und Gemüse reif. Es ist allen möglichen Witterungsverhältnissen ausgesetzt: Extreme Hitze, Wind, Unwetter, kühle Nächte. Würde man den Apfel, die Weintraube, den Kürbis fragen, welche Witterung er sich wünscht, wäre die Antwort evtl., dass immer angenehme 25 Grad sein sollen. Aber Gott hat es so eingerichtet, dass die Früchte das nicht im Griff haben, sondern den Witterungen sozusagen schutzlos ausgesetzt sind. Und doch sorgt der Schöpfer dafür, dass sie genau die richtige Dosis an Sonne, Wind und Regen abbekommen, dass der Boden die richtigen Nährstoffe zur Verfügung stellt. Es nützt dem frechen Früchtchen auch nichts, wenn es sich nach dem Frühling zurück sehnt - zu dem Zeitpunkt waren die Bedürfnisse ganz andere!

Heute begegnete mir ein interessanter Spruch: "Leben bedeutet nicht, zurückzuschauen und sich zu wünschen, heute wäre alles wieder so wie in der Vergangenheit. Im Leben geht es darum, weiterzuziehen, Veränderungen anzunehmen und sich auf das zu freuen, was einen stärker, vollständiger macht - denn es ist niemals zu spät, endlich wirklich zu leben bzw. ein Leben zu verändern." (sinngemäß aus dem engl. übersetzt, Autor unbekannt).

Ein anderer Spruch, der mir gestern begegnete, ist ein Bibelvers: "Habe deine Lust am Herrn, der wird dir geben, was dein Herz wünschet." (Psalm 37,4) Was wünscht denn mein Herz? Die Sehnsucht in meinem Herzen ist vielleicht eine ganz andere als das, was in meinen Gedanken Priorität hat. Gott kennt mein Herz und er weiß ganz genau, was ich brauche, um wachsen und gedeihen zu können. Und das können im beginnenden Herbst des Lebens ganz, ganz andere Bedingungen sein, als in der "frühlingshaften" Jugend.



Danke, Vater, dass du mein Herz kennst und ich dir darum bedingungslos vertrauen kann. Du weißt, was ich brauche und gibst mir das von Herzen gern. Du schaffst optimale Wachstumsbedingungen für mich. Danke dafür. Amen.