Mittwoch, 28. Dezember 2016

Was der Himmlische Vater dir schon immer einmal sagen wollte

Weißt du, was Gott, dein Himmlischer Vater, dir heute zu sagen hat? Lies mal hier:

„Mein Kind, ich liebe dich so sehr. Ich habe alles, was du brauchst. Füll deine innere Leere mit mir und erwarte das nicht von den falschen Dingen: nicht von der Arbeit, nicht vom Essen, nicht von deiner Leistung oder deinem Aussehen und auch nicht von deiner Ehe. Lass dich von mir mit Freude füllen und mit Lebensmut, mit Energie und mit Liebe zu deinen Mitmenschen. Du darfst Kanal sein für meine Liebe zu den Menschen. Und das geht ganz einfach: Lass dich von mir so füllen, erfüllen, dass es einfach überläuft, aus dir raussprudelt, überschäumt. Ich bin da sehr verschwenderisch, glaub mir. Es ist genug da. Und jetzt komm noch eine Weile auf Papas Schoß, bevor ich dich in den Tag schicke.“

Freitag, 23. Dezember 2016

Das Kind ín der Krippe - Sturmstiller und Mann am Kreuz



Die Altartisch-Deko in unserem Gemeindehaus sieht in diesem Jahr so aus: Eine bauchige Schale mit ganz viel Grün drin, vier Kerzen und an der Seite ein Kreuz. Als ich diesen besonderen „Adventskranz“ zum ersten Mal sah, kam ich nicht mehr raus aus dem Staunen. Die ovale Schale könnte sowohl die Krippe als auch ein Boot darstellen. Und dann noch das Kreuz!

Gehört das nicht alles zusammen? Das Kind in der Krippe. Unerwartet schlicht, hatte man doch mit einem gewaltigen König gerechnet. Das ist er auch, wie Jesus später unter anderem bei der Sturmstillung beweist – er hat nicht nur Autorität im menschlichen und geistlichen Sinne, sondern ihm gehorchen sogar Wind und Wellen. Das Kreuz wirkt in dieser harmonischen Adventszeit (oder in der Zeit, die wir uns so harmonisch wünschen …) irgendwie störend. Aber auch das hat seinen Platz, gerade hier und jetzt. Umso mehr, wenn ich die Schreckensmeldungen der letzten Tage bedenke. Wie dringend hat die Menschheit, diese Welt Erlösung nötig.

Was bedeutet das für mich persönlich? Als Kind in der Krippe kam Jesus. Weihnachten bin ich, sind wir oft gestresst und wünschen uns doch so sehr innere Ruhe. Es gibt da etwas sehr Tröstliches: Bei Maria war es alles andere als sauber – sie musste ihr erstes Kind in einem Stall zur Welt bringen. Und sie wusste, dass es Gottes Sohn ist!!! Ich hätte mir mega-Stress damit gemacht, das weiß ich genau. Über Maria heißt es, dass sie alles, was sie hört und sieht, „in ihrem Herzen behält“. Ob Gottes Sohn ihr diese Gelassenheit und Ruhe geschenkt hat? Aber vielleicht war sie auch gar nicht so entspannt, wie ich mir das vorstelle, sondern hat ebenfalls hektisch versucht, alles irgendwie noch auf die Reihe zu bekommen. Wir wissen es nicht. Fest steht: Das erste Weihnachten war alles andere als perfekt. Also, warum stressen wir uns so? Heute, einen Tag vor Weihnachten, will ich mir Gelassenheit schenken lassen. Was nicht fertig wird, bleibt eben liegen. Was nicht perfekt ist, macht mich menschlicher und lässt diese trügerische Fassade, ich würde immer alles in den Griff bekommen, endlich bröckeln und macht mich frei.

Jesus, der Sturmstiller. In mir stürmt es tatsächlich. Noch gar nicht so alte Wege enden, das neue Jahr bringt Spannendes, Neues – ich freue mich drauf. Aber meine Gefühlswelt ist im Aufruhr, meine Seele kommt kaum hinterher. Jesus lädt mich ein, mich zu ihm zu setzen und ihn den Sturm stillen zu lassen. Es zuzulassen, dass er zum „aufgewühlten Meer meiner Seele in mir“ sein „Friede mit dir“ spricht wie es in einem Lied heißt (Auge im Sturm von Martin Pepper).

Jesus, der Gekreuzigte (und Auferstandene). Kreuz und Auferstehung im Zusammenhang mit Weihnachten? Aber ja doch! Nur so macht das alles einen Sinn! Gott löst seine Versprechen ein. Das, was wir Menschen niemals auf die Reihe bekommen würden, nämlich uns selbst zu erlösen, erledigt Gott für uns. Er macht alles neu. Er zündet unsere Kerzen an, damit wir leuchten können – denn wer genau hinschaut sieht, dass die Kerzen auf dem Foto hier gar nicht brennen.
Damit erhalten wir bereits einen Ausblick auf das Jahr 2017. Das Lutherjahr, indem uns häufig die Thematik der verzweifelten Versuche der Selbsterlösung und Luthers Entdeckung „sola gratia“ begegnen werden – und hoffentlich werden wir neu staunen über dieses Geschenk. Ja, und dieses Bild von Krippe und Kreuz passt auch zu der Jahreslosung für das kommende Jahr: Gott spricht: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ Hesekiel 36,26

Freitag, 9. Dezember 2016

Wenn es morgens so gar nicht hell werden will ...

Heute Morgen war ich richtig erschrocken: Es schien absolut nicht hell zu werden. Der Himmel war so wolkenverhangen, dass es ungewöhnlich lange dauerte, bis die Dämmerung einsetzte. Und jetzt, um kurz vor 17 Uhr, ist es schon fast wieder dunkel.

An solchen Tagen brauche ich viel Motivation, um "in die Pötte" zu kommen. Ziele muss ich mir setzen, mir selbst in den Hintern treten, damit ich nicht traurig und frustriert durch den Tag trotte. Und ich brauche Licht, ganz viel Licht. Also zünde oder knipse ich alle vorhandenen Kerzen und Lichterketten an.

Wie gut, dass dieser Tag in die Adventszeit fällt, denn meine Wohnung ist zu dieser Zeit reichlich bestückt mit Lichtquellen und zwar in jedem Raum.

Jesus behauptet von sich, dass er das Licht der Welt ist. Das glaube ich ihm aufs Wort. Und diese Welt hat Licht nötiger denn je.

Das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat´s nicht ergriffen. So steht es in der Bibel in Johannes 1,5. Gott sei Dank!

Gott selbst hat das Licht gemacht. Und gleichzeitig ist er Licht - wie sonst könnte er es sonst licht werden lassen. Und dieses Licht hat er in Gestalt von Jesus Christus mitten unter die Menschen geschickt. Manchen haben ihn erkannt - unerwartet, überraschend, andere haben ihn ignoriert oder wollten es nicht wahr haben.

In der Bibel steht auch, dass wir zum Licht werden sollen (Jesaja 60,1). Das ist ein wahres Wunder! Und es "funktioniert" - wenn wir es Jesus Christus erlauben, dieses Licht in uns anzuzünden. Wie das geht? Zum Beispiel, indem ich ihn einlade, an meinem Leben teilzuhaben.

Dienstag, 2. August 2016

Gottes Shopping-Queen

Gott ist mein Modeberater, er weiß genau, was ich im Kleiderschrank brauche, um gut gerüstet durch den Alltag und durchs Leben zu kommen, bei ihm darf ich mich fühlen wie eine Shopping-Queen:

Nun aber legt alles ab von euch: Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte aus eurem Munde; belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen. und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat. So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches ErbarmenFreundlichkeitDemutSanftmutGeduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!
Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. (Kolosser 3, 8-14)

Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.
Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt.
So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem (Brust-)Panzer der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. (Epheser 6, 10-17)

Wie kann ich mir das vorstellen? Nun, ich male mir das so aus: Abends, wenn wir ins Bett gehen, steht neben unserem Bett ein Hocker. Auf diesen legen wir unsere schmutzigen Kleider vom Tag. Schmutzige Kleider können auch schmutzige Gedanken, Zorn, unbedachte Worte, die ein oder andere Lüge sein. Ich lege das alles ganz bewusst ab, bitte Gott um Vergebung und lege mich hin. Mit einer kuscheligen Decke und einem weichen Kissen begebe ich mich zur Ruhe, überlasse Gott alles, was war und alles, was kommt. Für die nächsten Stunden überlasse ich Gott voll und ganz die Kontrolle.


Psalm 4,9: Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, dass ich sicher wohne.

Psalm 107,2: Es ist vergeblich, vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hart zu arbeiten, immer in Sorge, ob ihr genug zu essen habt, denn denen, die Gott lieben, gibt er es im Schlaf.

Gott kümmert sich um alles, während wir schlafen. Wirklich.

Morgens wachen wir auf und siehe da: Auf dem Hocker neben unserem Bett ist fein säuberlich unser Outfit für den Tag zusammengestellt:
  • Der Gürtel der Wahrheit: Die etwas altertümliche Sprache Luthers formuliert, dass die "Lenden umgürtet sein sollen" mit der Wahrheit. "Lenden", das war, denke ich, damals der Begriff für Emotionen wie Wut, Gier, Lust/Unlust usw. Dieser Gürtel der Wahrheit soll dafür sorgen, dass wir bei der Wahrheit bleiben. Auch, wenn der Arbeitskollege uns tierisch aufregt oder ich ungerecht behandelt werde. Auch, wenn ich mit einer kleinen Lüge ein bisschen besser dastehen würde als der andere. Und auch, wenn es manchmal unbequem ist, die Wahrheit zu sagen, wenn ich z.B. was "verbockt" habe.
  • Der Brustpanzer der Gerechtigkeit: Diesen stelle ich mir vor wie eine schusssichere Weste. Unsere wichtigsten Organe - Herz, Nieren, Lunge, Leber u.v.m. - sind damit geschützt. Heute ist für uns das Herz der Sitz tiefster Empfindungen. Hier bin ich am verletzlichsten. Man sagt auch "Das geht mir an die Nieren," "Mir ist eine Laus über die Leber gelaufen", oder manch einem bleibt schier die Luft zum Atmen weg, weil andere ihn so sehr bedrängen. Mit diesem Brustpanzer ist all das von Gott her geschützt. Denn: Durch Jesus habe ich Gerechtigkeit vor Gott. Kein anderer kann mir das ausreden und ich brauche mich nicht vor anderen rechtfertigen. Alles unter der Voraussetzung: Ich habe ja zuerst den Gürtel der Wahrheit angezogen. Also nenne ich auch Lüge und Unrecht beim Namen.
  • Die Stiefel des Friedens: Diese Stiefel des Friedens scheinen so unbedeutend, man überliest sie schnell. Aber ich möchte sie nicht missen. Einmal helfen sie, mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen, geerdet zu sein, nicht über den anderen zu schweben. Wenn ich diese Friedensschuhe nicht anhabe, können solche Dinge wie die Wahrheit zu sagen oder Unrecht beim Namen zu nennen ganz schön schief gehen. Und auch sie sind ein Schutz: Wenn mir jemand sprichwörtlich auf den Fuß tritt, tut es nicht weh und ich kann gelassen reagieren, den anderen fragen, wie er das gemeint hat und muss nicht sofort "in die Luft gehen". Vor allem ist diese Haltung des Friedens ein Zeugnis, wer unser Herr ist; nämlich Jesus Christus, der Friedensstifter zwischen Gott und Menschen.
  • Der Schild des Glaubens: Vor ein paar Tagen habe ich einen Historienfilm angeschaut, wo es im Kampf heftig zur Sache ging. Trotzdem konnte ein kleiner Trupp Kämpfer vorrücken, weil sie sich mit ihren Schilden gegen die Feuerpfeile des Gegners geschützt haben. Auch wir haben einen Gegner, der uns attackiert. Die feurigen Pfeile, die dieser Feind abschießt, kommen überraschend und sekundenschnell: Ein falsch verstandenes Wort der Kollegin; Stolpersteine, die sich uns plötzlich in den Weg legen; Angriffe anderer aus heiterem Himmel ... Jeder kennt solche Momente und Situationen. Heben wir dann unser "Schild des Glaubens", indem wir z.B. Jesus anrufen, seinen Sieg proklamieren oder Gott einfach zutrauen, dass er jetzt seine Engel um uns stellt, müssen diese Pfeile an diesem "Schild des Glaubens" abprallen.
  • Der Helm des Heils: Beim Rad- oder Motorradfahren schützt der Helm vor schlimmen Kopfverletzungen. Ähnlich ist das auch beim Helm des Heils. Jesus hat für uns mit Gott alles klar gemacht. Gott liebt uns und nimmt uns als seine Kinder an. Er liebt und wertschätzt uns. Diesen Wert kann und darf uns keiner nehmen. Der Helm des Heils schützt unsere Gedanken vor solchen Einflüsterungen wir wären nichts wert, wären ja doch nie gut genug usw. Ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Rüstung, denn die Gedanken steuern ja irgendwie auch unser Reden und Tun. Und wenn wir unseren Wert und unsere Anerkennugn vor Gott aus den Augen verloren haben, handeln wir selbstsüchtig, wollen uns ständig beweisen, dass wir doch etwas "taugen" und machen uns zu Sklaven anderer Menschen. Also: Immer schön den Helm tragen!
  • Das Schwert des Geistes: Ein Schwert hat eine sehr scharfe Klinge. In der Bibel heißt es auch, dass Gottes Wort schärfer ist als ein zweischneidiges Schwert, also eines, dass Schnittflächen auf beiden Seiten hat. Gott hat uns sein Wort anvertraut und er lädt uns ein, uns damit zu beschäftigen. Das macht uns fähig, die Dinge aus seiner Sicht zu sehen. Wenn wir Gottes Wort verinnerlichen, immer wieder zu Rate ziehen, lernen wir, Gottes leise Stimme zu hören; wir bekommen Übung darin, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden, falsche Motive zu entlarven. Gottes Wort gibt uns Orientierung, der Heilige Geist hilft uns, das in unseren Alltag zu übersetzen und im richtigen Moment anzuwenden.
  • Der Mantel der Liebe: Zwar stammt dieses Bild aus einem anderen Brief von Paulus, aber es ergänzt den Gedanken der Waffenrüstung. Über all diesen militärischen Ausrüstungsgegenständen sollen wir nun einen Mantel aus Liebe anziehen. Das hat nicht nur optische Gründe, weil es schön aussieht. Erst die Liebe macht das Ganze vollkommen und wir sollten sie nicht außen vor lassen. Für diese Liebe hat Jesus am Kreuz gehangen. Und darum enthält dieses Kleidungsstück auch gleichzeitig Vergebungsbereitschaft u.a.m. (s. oben im Bibeltext). Es ist kein "Deckmäntelchen der Liebe", das alles Böse zudeckt, sondern es ist das, was uns menschlich nahbar und unser Leben zur Einladung für ein Leben mit Gott macht - ein Liebesbrief Gottes an die Menschen um uns herum. 
Von Zeit zu Zeit muss man sich diese Modeberatung Gottes wieder einmal anhören und sie studieren, denn schnell vergessen wir sowohl das Ablegen der schmutzigen Kleidung am Abend als auch das bewusste Anziehen dieses göttlich empfohlenen Outfits. Und keine Angst: Gott macht immer Maßarbeit! Das alles gibt es genau in deiner und meiner Größe, in den jeweiligen Lieblingsfarben und mit den genau zu mir passenden modischen Details, denn jeder Mensch ist einzigartig!

Donnerstag, 14. Juli 2016

Gottes Herz

Gott hat ein großes Herz, ein Herz für uns Menschen. Ausgedacht hatte er es sich damals so: Die von ihm so liebevoll erschaffenen Wesen sollten sein Gegenüber sein. Er hatte einen wunderbaren Garten für sie wachsen lassen, mit Tieren, die im Frieden miteinander und den Menschen dort leben und herrlichen Pflanzen und Früchten. Klar, es gab Regeln und Grenzen - zum Wohl des Menschen, nicht, um ihn einzuschränken. Aber Gott wollte auch keine Marionette als Gegenüber, sondern hat seine Geschöpfe mit einem eigenen Willen und der Freiheit, sich selbst für seinen Weg zu entscheiden, ausgestattet. Am Anfang war es wirklich perfekt. Und dann kam der Tag, an dem Adam und Eva diese eine wirklich wichtige Sache "verbockten". Und aus war der Traum von dem, was Gott so liebevoll gestaltet hatte. Da Gott absolut heilig ist, war ab diesem Moment, dem "Sündenfall" diese enge Gemeinschaft mit dem Schöpfer nicht mehr möglich. Die Folge: Trennung von Gott, die das ganze Dasein veränderte. Plötzlich gab es Leid, Schmerz, Eifersucht, Hass, Streit, Krieg ...

Wir lesen in der Bibel sehr viel von den Folgen dieser Fehlentscheidung der Menschheit. Und auch Gott leidet. Hätte er nicht einfach "die Regeln ändern können"? Nun, Gott ist Gott - derselbe gestern, heute und für alle Zeit - wie glaubwürdig wäre er, wenn er plötzlich sagen würde: Kein Problem, ändern wir die Spielregeln, lassen wir halt den ein oder anderen Ausrutscher zu, Heiligkeit hin oder her. Würden wir einen solchen Gott als Gott anerkennen können? Eher nicht ...

Aber Gott, der heilig ist, hatte trotzdem Sehnsucht nach dieser ehemals engen Verbindung zu den Menschen. Er litt, wenn er sah, wie sie sich gegenseitig die Köpfe einschlugen, Intrigen spannen, sich nur noch um sich selbst drehten. Und dann riss er sich ein Stück aus seinem eigenen Herzen.

WAS? Ja, Gott hat das einzige getan, was diese kaputte Beziehung zu uns "reparieren" konnte. Er kam selbst als Mensch auf diese Welt, lebte in ihr, spürte allem nach, was Menschsein ausmacht, erlebte alle Versuchungen, denen Menschen in dieser Welt ausgesetzt sind - und bestand, indem er alles sündlos meisterte. Und als Versiegelung dieser Rettungsaktion ließ er seinen Sohn - das Stück, das er aus seinem eigenen Herzen gerissen hatte - sterben und sogar in das Dunkelste Dunkel menschlichen Dasein gehen. Gott musste mit ansehen, wie sein Sohn, der mit ihm verwachsen war, der fühlte, was er fühlte, der wusste, was er wusste elend an einem Kreuz starb. Jesus schrie und der Vater musste es mit anhören. Jesus wurde geschlagen und Gott spürte diese Schläge. Jesus nahm allen Schmerz, alle Schuld, alles Leid dieser Welt auf sich und sein himmlischer Vater spürte dies alles in gleichem Maße. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Gott ließ sich das Herz brechen - für uns.

Denn das war die einzige Chance, die es gab, die Verbindung zwischen Gott und Menschen wiederherzustellen. Durch das, was Jesus auf sich genommen hat und weil er als einziger ohne Schuld das Leben gemeistert hat, können wir nun ohne Angst zu Gott kommen. Quasi durch Jesus hindurch. Wenn wir nun Gott ansprechen, vor ihm stehen, sieht er in uns seinen Sohn - er schaut wie in einen Spiegel. Gottes Herz blutet nicht mehr, aber die Narbe, die diese Rettungstat hinterlassen hat, wird für alle Zeiten bleiben.

Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist - danke. Amen.

Jesus sagt: Ich allein bin die Tür. Wer durch mich zu meiner Herde kommt, der wird gerettet werden. Er kann durch diese Tür ein- und ausgehen und er wird saftig grüne Weiden finden. (Johannes 10,9)

Lied: Heilig, heilig, das Lamm Gottes



Freitag, 26. Februar 2016

Was gibt uns Halt?

Menschen und Umstände verändern sich. Wenn wir uns darauf verlassen, werden wir ständig hin und her gerissen sein, unsere Gefühle fahren Achterbahn, wir sind ziellos. Schnell zieht ein Gefühl der Sinnlosigkeit ein, wir fühlen uns wie ein Spielball der Personen/Ereignisse um uns herum.

Gott ist ein Fels in der Brandung. Er verändert sich nie. Bei ihm gibt es keine bösen Überraschungen, allenfalls gute - denn ganz und gar kennen werden wir ihn erst, wenn wir einmal vor ihm stehen. Wenn ich seekrank werde, hilft es mir, einen Punkt am Horizont zu fixieren. Gott ist solch ein Punkt am Horizont unseres Alltags. Und nicht nur am Horizont - er steht mitten drin. Wie eine rettende Insel, wie eine Burg im mittelalterlichen Kriegsgeschehen, wie eine Firewall, die die schlimmsten Attacken von außen von uns abhält. Auf ihn ist Verlass. Er gibt uns Halt.

Dienstag, 2. Februar 2016

Die Freiheit, die ich meine

"Ich bin so frei", sagt man manchmal so. Und? Bist du´s? Frei, wirklich frei?

Jesus Christus verspricht in der Bibel: "Nur dann, wenn der Sohn euch frei macht, seid ihr wirklich frei." (Johannes 8,36). Der Sohn, das ist natürlich Jesus, der sich selbst für diese Freiheit geopfert hat. Wenn wir also sein Geschenk der Freiheit annehmen und ihn Herr in unserem Leben sein lassen, dann sind wir frei. Oder?

Wie sieht das in der Realität aus? Sind wir nicht ganz oft Sklaven? Sklaven unserer eigenen Wünsche und Begierden? Sklaven anderer Menschen? Sklaven von Systemen und anderem mehr?

Gerade im zwischenmenschlichen Bereich entstehen sehr schnell ungesunde Abhängigkeiten:

  • Eltern hängen sich an Kinder, Kinder sind von Eltern abhängig - oft ein Leben lang und sogar über den Tod der Eltern hinaus. 
  • Menschen hängen sich an andere, bis sie völlig abhängig von ihnen sind.
  • Personen in höheren Positionen nutzen ihre Macht aus, indem sie andere quasi versklaven. Das kommt nicht selten sogar in Kirchengemeinden vor.
  • Wir machen es nur noch anderen, aber nicht mehr uns selbst recht - nur, um Anerkennung zu bekommen, die dann aber häufig doch auf sich warten lässt.
  • ...
Das ist es wohl nicht, was Jesus sich unter Freiheit vorgestellt hat und auch nicht das, was er uns geben könnte, wenn wir es zulassen würden.

Manchmal ist es an der Zeit, wieder einmal einen TÜV meiner Beziehungsgeflechte zu machen: Welche Beziehungen sind wohltuend? Wo haben sich ungesunde Abhängigkeiten eingeschlichen? Welchen Anteil habe ich selbst daran, weil ich nie Nein sage? Wo missbrauchen in meinem Umfeld Menschen ihre Macht, die sie über andere haben? Was setzt mich unter Druck?

Was muss sich ändern? Was kann ich ändern? Wo brauche ich Hilfe?

Wenn sich tatsächlich ungute Beziehungen oder emotional unfrei machende Verkettungen herausstellen, sollte ich das alles Jesus hinhalten. Ihn fragen, was er tun würde. Mich von ihm lieb haben und mir sagen lassen, dass ich wertvoll bin in seinen Augen. Und mich darum nicht zum Sklaven anderer machen lassen muss, um evtl. Anerkennung zu erhalten. Vielleicht muss ich Beziehungen beenden. Vielleicht genügt es, das Nein sagen zu lernen oder ein klärendes Gespräch zu führen. Das ist für jede Situation und jede Abhängigkeit ganz individuell.

Und weil Jesus alles Ungute, Kaputte, Versklavende, Zerstörende mit ans Kreuz genommen hat, darf ich ihm diese Umstände abgeben. Ihn bitten, mich wieder völlig frei zu machen von unguten Bindungen. Jesus löst die Ketten und nach und nach werden auch die Gefühle und mein Verhalten hinterher kommen. Manches ist vielleicht so schwerwiegend, dass mir ein Seelsorger dabei helfen könnte. Anderes kann ich mit Jesus alleine klären.

Jesus Christus bietet uns wirkliche Freiheit an und kann uns helfen, die Schattenkämpfe, die Umstände und Beziehungen manchmal unlösbar erscheinen lassen, in seinem Licht zu sehen. Er will uns mit Gutem überschütten, uns stark machen, aus uns "herauslieben", was Gott schon von Anfang an in uns hineingelegt hat. 

Wenn wir so frei sind, wie Jesus das für uns erkämpft hat, leben und atmen wir auf. Entdecken unsere Stärken und Begabungen neu, finden wieder Freude und können dadurch auch selbst anderen die Luft zum Atmen und ihren Freiraum lassen.

Wir wären bereits im Paradies, wenn dieses sich von Jesus befreien lassen nur einmal stattfinden müsste und dann für alle Zeiten Friede, Freude, Eierkuchen wäre. Nein, dieser Illusion brauchen wir uns nicht hingeben - wir werden immer wieder einmal in solche emotionalen "Gefängnisse" tappen. Aber genauso oft dürfen wir auch zu Jesus kommen und ihn bitten, uns wieder ganz neu frei zu machen.

Sonntag, 24. Januar 2016

Was wäre, wenn ...?

Was wäre, wenn ich Gott ab sofort 100 % vertrauen würde?
Was wäre, wenn ich ihn komplett beim Wort nehmen würde?
Was wäre, wenn Jesus komplett alle meine Sorgen bekäme?
Was wäre, wenn Jesus tatsächlich das Licht der Welt wäre?
Was wäre, wenn es heute wirklich noch Wunder gibt?
Was wäre, wenn Gott schon immer bei mir war?
Was wäre, wenn ich mein Misstrauen gegen Gott über Bord werfe?
Was wäre, wenn alles stimmt, was in der Bibel steht?
Was wäre, wenn Gott tatsächlich Schöpfer von Himmel und Erde ist?
Was wäre, wenn die Bibel nichts anderes als Gottes Reden zu uns Menschen ist?
Was wäre, wenn Jesus sogar heute noch redet?
Was wäre, wenn ich es riskiere, meine Vorbehalte über Bord werfe und sage:
Jesus, hier bin ich, ich will heute mit dir leben.
Was wäre, wenn ich das einfach einmal ausprobieren würde?

Donnerstag, 14. Januar 2016

Fundstücke - Pandabär macht eine Entdeckung

Und hier noch die Geschichte vom kleinen Panda - geschrieben im Herbst 2014:

Pandabär macht eine Entdeckung

Es war einmal ein Panda. Als er auf die Welt kam, wurde er freudig von seiner Familie begrüßt – alle fanden ihn sooooo süß. Die Geschwister warteten schon ganz gespannt auf den Tag, an dem sie mit ihm spielen konnten. Aber das dauerte so lange! Andere Pandababys, die etwa zur gleichen Zeit geboren waren, kletterten schon längst auf Bäume, während Pandabär sich damit etwas länger Zeit ließ. Anfangs fanden ihn die anderen deswegen noch putzig. Die Eltern sagten: „Ja, ja, unser Pandabär, der hat eben sein eigenes Tempo.“ Aber nach ein paar Monaten waren alle nur noch genervt. „Nun komm schon endlich, Pandabär!“ „Jetzt renn doch mal ein bisschen schneller!“
„Wird´s heute noch was mit Hochklettern?“

 Anfangs machte das Pandabär gar nichts aus, aber als er älter wurde, machte ihn das ganz schön traurig. Warum war er auch so eine lahme Ente? Konnte er nicht lernen, schneller zu werden, sich nicht immer so ablenken zu lassen? Frustriert hockte er sich abseits von allen und versank in Selbstmitleid. „Ich bin gar kein richtiger Panda, alle anderen sind viel besser darin.“

Plötzlich bewegte sich in seiner Nähe etwas. Pandabär erschrak gewaltig. Ach so, das war ja nur der Fuchs, den er schon oft hatte rumstreifen sehen. Der war harmlos. „Hey, Pandabär, wie geht´s?“, fragte der Fuchs. Pandabär wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel, zog die Nase hoch und sagte: „Frag lieber nicht.“ Der Fuchs blieb hartnäckig: „Was ist denn los? Du siehst aus, als könntest du mal einen guten Kumpel brauchen.“ – Pandabär seufzte laut und erzählte, dass er immer allen hinterher rennt und alle von ihm genervt sind. „Ich bin gar kein richtiger Panda.“ Der Fuchs sprang auf die Beine und baute sich vor Pandabär auf: „Wie bitte? Kein richtiger Panda? Wer erzählt denn so einen Quatsch? – Ich will dir jetzt mal was sagen: Du bist der einzige Panda, der überhaupt wahrnimmt, dass es mich, den Fuchs, gibt. Alle anderen scheinen durch mich hindurchzuschauen. Ich habe auch schon beobachtet, wie du mit anderen, kleineren Tieren, total freundlich geredet hast. Und: Wenn du über den Waldboden läufst, muss sich kein Käfer und keine Schnecke fürchten. Du schaust immer, dass du keinem anderen was zuleide tust und auch das kleinste Insekt nicht zertrittst. Wenn du auf einen Baum kletterst, springst du nicht mit einer solchen Wucht daran, dass die Vogelbabys aus den Nestern purzeln. Ich könnte dir noch vieles mehr berichten, was mir aufgefallen ist. Weißt du was? Ich finde, alle Pandas sollten so sein wie du!“

Pandabär stand vor Staunen der Mund offen. „Was? Meinst du ehrlich?“ Der Fuchs nickte. Von diesem Tag an waren Pandabär und Fuchs dicke Freunde. Und Pandabär entdeckte mehr und mehr, wo seine Stärken liegen. Und wenn sie nicht gestorben sind, sind sie noch heute auf Entdeckungsreise.                                                                    


© Marion Rühl

Fundstücke - Schwalbenjunges

Ein weiteres Fundstück - diesmal aus dem Jahr 2013. Kinder werden flügge - schön, wenn wir sie als Eltern auch tatsächlich fliegen lassen. Ich jedenfalls bin stolz auf drei inzwischen flügge gewordene tolle junge Erwachsene!

Schwalbenjunges

Es war einmal eine neugierige kleine Schwalbe. Sie fühlte sich kuschelig wohl in ihrem warmen Nest. Aber da draußen gab es so viel mehr! Mutig krabbelte das Schwälbchen an den Rand des Nestes, um zu sehen, was es da alles zu entdecken gab. So viele lustige Krabbelkäfer, so tolle Farben! Und welch ein Gesang! Und obwohl es im Nest so wunderschön war und die Eltern sich liebevoll um das Schwalbenjunge kümmerten, spürte die Kleine den Ruf nach draußen.

Eigentlich wollte das Schwälbchen nur einen kurzen Ausflug machen, um da draußen Neues zu lernen. Erste Flugversuche waren bestens gelungen und so ließen auch die Schwalbeneltern den Ausflug zu. Im Stillen ahnten sie aber schon: Einmal das Nest verlassen bedeutete mehr als nur ein Ausflug …

Das Schwalbenmädel sprang mutig auf den Nestrand, breitete die Flügel aus und flog los. Zuerst noch etwas unsicher und mit Blick zurück zu den Eltern, aber dann immer sicherer. Herrlich war das! Eine wunderbare Entdeckungsreise begann. Hier ein Liedchen mit der Amsel, dort ein wenig Hämmern mit dem Specht; selbst entdecken, was die Speisekarte der Natur so alles bietet – einfach schön.

Natürlich dachte die kleine Schwalbe öfter an ihre Familie: Was es zu Hause im Nest wohl gerade zu essen gab? Worüber sie wohl gerade sprachen? Ob sie wohl oft an sie dachten? Oh ja, das taten sie! Voller Stolz staunten sie über den Mut und die Entdeckerfreude ihres Kükens.
Irgendwann wurde das Schwälbchen müde und ließ sich auf einem Ast nieder. Das war ziemlich ungewohnt, so einsam, ohne die vertrauten Geräusche der Familie einzuschlafen. Andere Vögel waren in der Nähe und es war spannend, sich mit ihnen zu unterhalten, aber die Familie fehlte doch irgendwie.

Am nächsten Tag war die Melancholie vom Abend zuvor längst vergessen und es ging wieder auf zu neuen Erfahrungen. So verging ein Tag nach dem anderen – manchmal war die Sehnsucht nach zu Hause fast unerträglich, ein anderes Mal war die Freude über die neue Freiheit viel zu groß, um Heimweh zu haben.

Auf dem Baum, wo die kleine Schwälbin nachts immer ausruhte, kam sie ins Gespräch mit einem netten und zauberhaften anderen Jungvogel, der schon eine Weile länger alleine unterwegs war. Sie entdeckten viele Gemeinsamkeiten und begannen, ab und zu gemeinsam loszuziehen. Immer mehr wuchsen sie zusammen und fühlten sich nur gemeinsam vollständig. Sie wurden unzertrennlich und das kleine Schwalbenmädchen erkannte: Aus meinem kurzen Ausflug weg von zu Hause wird wohl mehr werden … Weil sie auf ihren Ausflügen immer häufiger in der Nähe der Familie ihres gefiederten Freundes unterwegs waren, beschloss unser Vogelpärchen, dort heimisch zu werden. Wenn sie nach einer spannenden Woche ans Nest der Familie ihres Reisegefährten flogen, fühlte das Schwalbenmädchen sich geborgen und freute sich darüber, einfach dazugehören zu dürfen.

Nur manchmal, wenn die Kleine ganz alleine auf einem Ast saß, überkam sie noch die Sehnsucht nach zu Hause. Dann dachte sie voller Dankbarkeit an die schönen Jahre im warmen Nest – an den kuscheligen Papa und die verständnisvolle Mama. Ab und zu kullerte dann auch mal ein Tränchen aus dem Auge. Aber im Grunde wusste die junge Schwalbendame: Es ist wunderschön, so ein zu Hause im Hintergrund zu wissen und sicher zu sein: Der Draht wird nie abreißen, Mama und Papa werden immer für mich da sein. Und sie sind so mega-stolz auf das, was ihr Küken geschafft hat. Aber es ist auch völlig normal, irgendwann vom Nestrand zu springen – beim einen früher, beim anderen etwas später. Wie schön, dass es auch in der Ferne hier und da etwas Nestwärme gibt, die man genießen kann. Voller Vorfreude blickt das Schwälbchen in die Zukunft und ist gespannt, was sie bringen mag. Wer weiß, vielleicht wird sie schon im nächsten Jahr mit dem tollsten Vogelpartner, den sie sich vorstellen kann, ein eigenes kuscheliges Nest bauen, in dessen Nähe dann andere gerade flügge Gewordene oder solche, mit denen es das Leben nicht ganz so gut meint, Nestwärme und Geborgenheit erfahren.

(c) Marion Rühl

Fundstücke - Der rote Faden

Beim Durchforsten meines PCs habe ich gerade ein paar Fundstücke entdeckt, die noch nicht im Blog gelandet sind. Hier ein Gedicht, das ich 2012 geschrieben habe:



Der rote Faden

„Ich sehe ein paar Sterne – du siehst ganze Galaxien.
Ich sehe einzelne Menschen – du siehst Generationen.“
So habe ich es heute in einem Lied gehört.
Du, Herr, hast den Überblick
·       über diese Welt
·       über das Gestern, Heute, Morgen
·       über mein Leben.
Den roten Faden in meinem Leben, den siehst du auch dann,
wenn ich ihn nicht erkennen kann.
Danke, dass du mich geschaffen hast.
Danke, dass ich genau in dieser Familie aufwachsen durfte.
Danke für meine Kindheit, meine Schulzeit, meine Ausbildung.
Danke, dass ich dich kennen lernen durfte!
Danke für meinen Mann, meine Kinder und alles Erleben mit ihnen.
Danke für eigene Wege, die die Kinder jetzt größtenteils gehen.
Manchmal, eigentlich oft, gibt es Dinge, die ich nicht verstehe.
Vertrauen, dass du es trotzdem im Griff hast
und keine Fehler machst, heißt es dann.
So zu vertrauen, das fällt mir immer noch schwer –
aber ich bin Lernende und darf es sein,
denn du hast unendlich viel Geduld mit mir.
Der rote Faden in meinem Leben bist du, Herr –

Gott, Retter, Heiland, Vater, König, Freund.

(c) Marion Rühl

Freitag, 1. Januar 2016

Gratis

Neujahrstag 2016 - dieser Tag, an dem alles auf Anfang zurückgesetzt ist. Für dieses Jahr bin ich vor allem gespannt, welcher dieser 366 Tage ein ganz besonderer sein wird. Warum? Weil ich es faszinierend finde, dass wir in diesem Jahr wieder einmal einen Tag zusätzlich geschenkt bekommen. Vollkommen gratis, als Bonus oder Sahnehäubchen obendrauf. Ich habe beschlossen, dass ich auf jeden Fall herausfinden will, welcher dieser 366 diesen Stempel "Bonus" verdient hat. Für meine Nachbarin wird es sicherlich der eigentliche Schalttag, der 29.2. sein, denn dann kann sie wieder einmal an ihren tatsächlichen Geburtsdatum feiern. Ich bin gespannt, welcher Tag das bei mir sein wird und freue mich schon jetzt darauf, wenn ich meinen Favoriten gefunden habe.

 
Gottes Segen im neuen Jahr!