Sonntag, 24. Januar 2016

Was wäre, wenn ...?

Was wäre, wenn ich Gott ab sofort 100 % vertrauen würde?
Was wäre, wenn ich ihn komplett beim Wort nehmen würde?
Was wäre, wenn Jesus komplett alle meine Sorgen bekäme?
Was wäre, wenn Jesus tatsächlich das Licht der Welt wäre?
Was wäre, wenn es heute wirklich noch Wunder gibt?
Was wäre, wenn Gott schon immer bei mir war?
Was wäre, wenn ich mein Misstrauen gegen Gott über Bord werfe?
Was wäre, wenn alles stimmt, was in der Bibel steht?
Was wäre, wenn Gott tatsächlich Schöpfer von Himmel und Erde ist?
Was wäre, wenn die Bibel nichts anderes als Gottes Reden zu uns Menschen ist?
Was wäre, wenn Jesus sogar heute noch redet?
Was wäre, wenn ich es riskiere, meine Vorbehalte über Bord werfe und sage:
Jesus, hier bin ich, ich will heute mit dir leben.
Was wäre, wenn ich das einfach einmal ausprobieren würde?

Donnerstag, 14. Januar 2016

Fundstücke - Pandabär macht eine Entdeckung

Und hier noch die Geschichte vom kleinen Panda - geschrieben im Herbst 2014:

Pandabär macht eine Entdeckung

Es war einmal ein Panda. Als er auf die Welt kam, wurde er freudig von seiner Familie begrüßt – alle fanden ihn sooooo süß. Die Geschwister warteten schon ganz gespannt auf den Tag, an dem sie mit ihm spielen konnten. Aber das dauerte so lange! Andere Pandababys, die etwa zur gleichen Zeit geboren waren, kletterten schon längst auf Bäume, während Pandabär sich damit etwas länger Zeit ließ. Anfangs fanden ihn die anderen deswegen noch putzig. Die Eltern sagten: „Ja, ja, unser Pandabär, der hat eben sein eigenes Tempo.“ Aber nach ein paar Monaten waren alle nur noch genervt. „Nun komm schon endlich, Pandabär!“ „Jetzt renn doch mal ein bisschen schneller!“
„Wird´s heute noch was mit Hochklettern?“

 Anfangs machte das Pandabär gar nichts aus, aber als er älter wurde, machte ihn das ganz schön traurig. Warum war er auch so eine lahme Ente? Konnte er nicht lernen, schneller zu werden, sich nicht immer so ablenken zu lassen? Frustriert hockte er sich abseits von allen und versank in Selbstmitleid. „Ich bin gar kein richtiger Panda, alle anderen sind viel besser darin.“

Plötzlich bewegte sich in seiner Nähe etwas. Pandabär erschrak gewaltig. Ach so, das war ja nur der Fuchs, den er schon oft hatte rumstreifen sehen. Der war harmlos. „Hey, Pandabär, wie geht´s?“, fragte der Fuchs. Pandabär wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel, zog die Nase hoch und sagte: „Frag lieber nicht.“ Der Fuchs blieb hartnäckig: „Was ist denn los? Du siehst aus, als könntest du mal einen guten Kumpel brauchen.“ – Pandabär seufzte laut und erzählte, dass er immer allen hinterher rennt und alle von ihm genervt sind. „Ich bin gar kein richtiger Panda.“ Der Fuchs sprang auf die Beine und baute sich vor Pandabär auf: „Wie bitte? Kein richtiger Panda? Wer erzählt denn so einen Quatsch? – Ich will dir jetzt mal was sagen: Du bist der einzige Panda, der überhaupt wahrnimmt, dass es mich, den Fuchs, gibt. Alle anderen scheinen durch mich hindurchzuschauen. Ich habe auch schon beobachtet, wie du mit anderen, kleineren Tieren, total freundlich geredet hast. Und: Wenn du über den Waldboden läufst, muss sich kein Käfer und keine Schnecke fürchten. Du schaust immer, dass du keinem anderen was zuleide tust und auch das kleinste Insekt nicht zertrittst. Wenn du auf einen Baum kletterst, springst du nicht mit einer solchen Wucht daran, dass die Vogelbabys aus den Nestern purzeln. Ich könnte dir noch vieles mehr berichten, was mir aufgefallen ist. Weißt du was? Ich finde, alle Pandas sollten so sein wie du!“

Pandabär stand vor Staunen der Mund offen. „Was? Meinst du ehrlich?“ Der Fuchs nickte. Von diesem Tag an waren Pandabär und Fuchs dicke Freunde. Und Pandabär entdeckte mehr und mehr, wo seine Stärken liegen. Und wenn sie nicht gestorben sind, sind sie noch heute auf Entdeckungsreise.                                                                    


© Marion Rühl

Fundstücke - Schwalbenjunges

Ein weiteres Fundstück - diesmal aus dem Jahr 2013. Kinder werden flügge - schön, wenn wir sie als Eltern auch tatsächlich fliegen lassen. Ich jedenfalls bin stolz auf drei inzwischen flügge gewordene tolle junge Erwachsene!

Schwalbenjunges

Es war einmal eine neugierige kleine Schwalbe. Sie fühlte sich kuschelig wohl in ihrem warmen Nest. Aber da draußen gab es so viel mehr! Mutig krabbelte das Schwälbchen an den Rand des Nestes, um zu sehen, was es da alles zu entdecken gab. So viele lustige Krabbelkäfer, so tolle Farben! Und welch ein Gesang! Und obwohl es im Nest so wunderschön war und die Eltern sich liebevoll um das Schwalbenjunge kümmerten, spürte die Kleine den Ruf nach draußen.

Eigentlich wollte das Schwälbchen nur einen kurzen Ausflug machen, um da draußen Neues zu lernen. Erste Flugversuche waren bestens gelungen und so ließen auch die Schwalbeneltern den Ausflug zu. Im Stillen ahnten sie aber schon: Einmal das Nest verlassen bedeutete mehr als nur ein Ausflug …

Das Schwalbenmädel sprang mutig auf den Nestrand, breitete die Flügel aus und flog los. Zuerst noch etwas unsicher und mit Blick zurück zu den Eltern, aber dann immer sicherer. Herrlich war das! Eine wunderbare Entdeckungsreise begann. Hier ein Liedchen mit der Amsel, dort ein wenig Hämmern mit dem Specht; selbst entdecken, was die Speisekarte der Natur so alles bietet – einfach schön.

Natürlich dachte die kleine Schwalbe öfter an ihre Familie: Was es zu Hause im Nest wohl gerade zu essen gab? Worüber sie wohl gerade sprachen? Ob sie wohl oft an sie dachten? Oh ja, das taten sie! Voller Stolz staunten sie über den Mut und die Entdeckerfreude ihres Kükens.
Irgendwann wurde das Schwälbchen müde und ließ sich auf einem Ast nieder. Das war ziemlich ungewohnt, so einsam, ohne die vertrauten Geräusche der Familie einzuschlafen. Andere Vögel waren in der Nähe und es war spannend, sich mit ihnen zu unterhalten, aber die Familie fehlte doch irgendwie.

Am nächsten Tag war die Melancholie vom Abend zuvor längst vergessen und es ging wieder auf zu neuen Erfahrungen. So verging ein Tag nach dem anderen – manchmal war die Sehnsucht nach zu Hause fast unerträglich, ein anderes Mal war die Freude über die neue Freiheit viel zu groß, um Heimweh zu haben.

Auf dem Baum, wo die kleine Schwälbin nachts immer ausruhte, kam sie ins Gespräch mit einem netten und zauberhaften anderen Jungvogel, der schon eine Weile länger alleine unterwegs war. Sie entdeckten viele Gemeinsamkeiten und begannen, ab und zu gemeinsam loszuziehen. Immer mehr wuchsen sie zusammen und fühlten sich nur gemeinsam vollständig. Sie wurden unzertrennlich und das kleine Schwalbenmädchen erkannte: Aus meinem kurzen Ausflug weg von zu Hause wird wohl mehr werden … Weil sie auf ihren Ausflügen immer häufiger in der Nähe der Familie ihres gefiederten Freundes unterwegs waren, beschloss unser Vogelpärchen, dort heimisch zu werden. Wenn sie nach einer spannenden Woche ans Nest der Familie ihres Reisegefährten flogen, fühlte das Schwalbenmädchen sich geborgen und freute sich darüber, einfach dazugehören zu dürfen.

Nur manchmal, wenn die Kleine ganz alleine auf einem Ast saß, überkam sie noch die Sehnsucht nach zu Hause. Dann dachte sie voller Dankbarkeit an die schönen Jahre im warmen Nest – an den kuscheligen Papa und die verständnisvolle Mama. Ab und zu kullerte dann auch mal ein Tränchen aus dem Auge. Aber im Grunde wusste die junge Schwalbendame: Es ist wunderschön, so ein zu Hause im Hintergrund zu wissen und sicher zu sein: Der Draht wird nie abreißen, Mama und Papa werden immer für mich da sein. Und sie sind so mega-stolz auf das, was ihr Küken geschafft hat. Aber es ist auch völlig normal, irgendwann vom Nestrand zu springen – beim einen früher, beim anderen etwas später. Wie schön, dass es auch in der Ferne hier und da etwas Nestwärme gibt, die man genießen kann. Voller Vorfreude blickt das Schwälbchen in die Zukunft und ist gespannt, was sie bringen mag. Wer weiß, vielleicht wird sie schon im nächsten Jahr mit dem tollsten Vogelpartner, den sie sich vorstellen kann, ein eigenes kuscheliges Nest bauen, in dessen Nähe dann andere gerade flügge Gewordene oder solche, mit denen es das Leben nicht ganz so gut meint, Nestwärme und Geborgenheit erfahren.

(c) Marion Rühl

Fundstücke - Der rote Faden

Beim Durchforsten meines PCs habe ich gerade ein paar Fundstücke entdeckt, die noch nicht im Blog gelandet sind. Hier ein Gedicht, das ich 2012 geschrieben habe:



Der rote Faden

„Ich sehe ein paar Sterne – du siehst ganze Galaxien.
Ich sehe einzelne Menschen – du siehst Generationen.“
So habe ich es heute in einem Lied gehört.
Du, Herr, hast den Überblick
·       über diese Welt
·       über das Gestern, Heute, Morgen
·       über mein Leben.
Den roten Faden in meinem Leben, den siehst du auch dann,
wenn ich ihn nicht erkennen kann.
Danke, dass du mich geschaffen hast.
Danke, dass ich genau in dieser Familie aufwachsen durfte.
Danke für meine Kindheit, meine Schulzeit, meine Ausbildung.
Danke, dass ich dich kennen lernen durfte!
Danke für meinen Mann, meine Kinder und alles Erleben mit ihnen.
Danke für eigene Wege, die die Kinder jetzt größtenteils gehen.
Manchmal, eigentlich oft, gibt es Dinge, die ich nicht verstehe.
Vertrauen, dass du es trotzdem im Griff hast
und keine Fehler machst, heißt es dann.
So zu vertrauen, das fällt mir immer noch schwer –
aber ich bin Lernende und darf es sein,
denn du hast unendlich viel Geduld mit mir.
Der rote Faden in meinem Leben bist du, Herr –

Gott, Retter, Heiland, Vater, König, Freund.

(c) Marion Rühl

Freitag, 1. Januar 2016

Gratis

Neujahrstag 2016 - dieser Tag, an dem alles auf Anfang zurückgesetzt ist. Für dieses Jahr bin ich vor allem gespannt, welcher dieser 366 Tage ein ganz besonderer sein wird. Warum? Weil ich es faszinierend finde, dass wir in diesem Jahr wieder einmal einen Tag zusätzlich geschenkt bekommen. Vollkommen gratis, als Bonus oder Sahnehäubchen obendrauf. Ich habe beschlossen, dass ich auf jeden Fall herausfinden will, welcher dieser 366 diesen Stempel "Bonus" verdient hat. Für meine Nachbarin wird es sicherlich der eigentliche Schalttag, der 29.2. sein, denn dann kann sie wieder einmal an ihren tatsächlichen Geburtsdatum feiern. Ich bin gespannt, welcher Tag das bei mir sein wird und freue mich schon jetzt darauf, wenn ich meinen Favoriten gefunden habe.

 
Gottes Segen im neuen Jahr!