Einatmen – ausatmen – schreiben


Schreiben ist für mich wie atmen. Mein Körper hat – Gott sei Dank – noch nie vergessen zu atmen. Mein „Geist“ offensichtlich schon, denn ich habe schon lange keinen Text mehr „einfach so“ geschrieben. Offensichtlich hatte ich da Atembeschwerden … Schreibasthma sozusagen …
Wie kam´s? Grundsätzlich bin ich ein „Schreiberling“, schon immer gewesen. Ich kann quasi nur schriftlich denken, meine Gedanken nur sortieren, indem ich schreibe. Und das tue ich fast täglich. Die Zeit nehme ich mir. Morgens, wenn der Tag gerade anfängt, setze ich mich auf einen bequemen Stuhl, nehme mein Notizbuch oder einen Laptop und schreibe los: Was mir im Kopf herumschwirrt, was ich reflektieren will, Gebete, Briefe an mich selbst und anderes mehr. Aber in den letzten Monaten ist das kreative Schreiben eingeschlafen, zu kurz gekommen. Es lag wohl daran, dass ich meinen Alltag zu voll gepackt hatte. Hier etwas zu viel Engagement im Job, da ein paar Aufgaben zu viel im Ehrenamt – mir blieb kaum noch Luft zum Atmen. Und so entfiel auch das befreiende Aufatmen durch das kreative Schreiben.
„Das kann ja wohl nicht wahr sein!“, schimpfte ich mich selbst, als mir das klar wurde. Aber ich hab´s angepackt, meinen Alltag entrümpelt, einen Gang herunter geschaltet und nun ist offensichtlich wieder Freiraum, Luft, gibt es neue Entfaltungsmöglichkeiten.
Ich atme ein – ich atme aus – ich schreibe. Meine Güte, tut das gut!

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